Meditation ohne Konzentration – ist das möglich?

Konzentration klingt nach Arbeit und Anstrengung, sodass Mancher gern den Schritt der Konzentration überspringen würde. Die Konzentration ist jedoch von unbedingter Notwendigkeit um in die Meditation einzutreten. Die vielen Gedanken und Emotionen, die wir haben, verringern wir durch Konzentration, sodass wir schließlich nur noch einen Gedanken, einen Fokus haben. Können wir diese Intensität der Konzentration für einige Zeit aufrecht erhalten, treten wir in die Meditation ein.

Frage: Wenn ich mich zum Meditieren hinsetze, muss ich mich so sehr darauf konzentrieren, meinen Verstand still zu halten, dass ich keinen Kontakt zu meinem inneren Selbst herstellen kann.

Sri Chinmoy: Du weißt es vielleicht nicht, aber du machst das Richtige. Wenn du versuchst, deinen Verstand ruhig und still zu machen, dann konzentrierst du dich. Indem du dich konzentrierst, versuchst du deine Gedanken und Emotionen zu kontrollieren. Konzentration muss den Weg für Meditation bereiten. Um zu meditieren musst du bereits dein emotionales Leben und deinen rastlosen Verstand in einem gewissem Maß diszipliniert haben. Wenn du erfolgreich darin bist, all die Gedanken, die deinen Verstand stören, zu verjagen, wird früher oder später dein inneres Selbst zum Vorschein kommen, wie die strahlende Sonne die Wolkendecke aufklärt. Im Moment ist die innere Sonne von Wolken verdeckt: Gedanken, Ideen, Zweifel, Ängste, usw. Wenn du sie wegscheuchen kannst, wirst du sehen, dass dein inneres Selbst leuchtet, strahlend und hell, direkt vor dir.

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